Züchter oder Vermehrer?

Verantwortungsvoller Züchter im Verband oder Hobby-Vermehrer ohne Papiere .......

dieses Thema taucht in vielen Hunde-Foren immer wieder auf. Ich versuche einmal anhand der untenstehenden Listen mit einigen Hinweisen ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen. Diese Auflistung spiegelt meine persönliche Meinung wider. Sie sind interessiert? Dann können Sie jetzt gerne weiterlesen...

  • Rassehundezucht im Verband bedeutet
  • Elterntiere sind gesund und entsprechend dem Standard der Rasse.
  • Elterntiere haben ein vollständiges und gesundes Scherengebiss.
  • Elterntiere werden regelmäßig geimpft & entwurmt und sind unter der Chipnummer im Zuchtbuch registriert.
  • Ein seriöser Züchter besitzt alle Dokumente lückenlos.
  • Elterntiere haben zuchthygienische Untersuchungen und auch DNA-Profile.
  • Vater und Mutter sind registriert
  • Elterntiere werden ausgestellt und von kompetenten Richtern beurteilt. Erst dann erhalten Sie ihre Zuchttauglichkeits-bescheinigung, die in der Ahnentafel eingetragen wird. Das ist mit vielen Kosten verbunden.
  • Ein Zuchtwart überwacht den Wurf und dessen Aufzucht (was mit Kosten verbunden ist)
  • Bei Rüden müssen beide Hoden vorhanden sein.
  • Strenge Kontrolle durch den Verband über die Anzahl der Würfe einer einzelnen Hünden. Steht in vielen Zuchtordnungen sehr ausführlich.
  • Für die Verpaarung wählt man mit Sorgfalt für seine Hündin einen Zuchtrüden aus.
  • Eine Hündin im Zucht-Verband bekommt nur für begrenzte Zeiten Welpen.
  • Ein Mindest- und Höchstalter ist vorgeschrieben.
  • Eine Ahnentafel ist für Welpenkäufer ein Dokument, das genaue Angaben über die Eltern & Vorfahren enthält.
  • Bei Kleinrassen müssen die Hündinnen mindestens zwei Kilo Körpergewicht nachweisen.
  • Anhand des DNA-Profils eines Welpen können diese Welpen den Elterntieren zugeordnet werden.
  • Durch gezielte Rassehundezucht verfolgen Züchter das Ziel Erberkrankungen zu minimieren und möglichst auszuschließen.
  • Rassehunde unterliegen strenger Kontrollen durch den Verband und die Zuchtwarte.
  • Sie erhalten eine Ahnentafel mit den dazugehörenden Impfunterlagen (EU-Pass in diesem ist die Chipnummer des Welpen eingetragen) und Informationen zur Rasse und eine Erstausstattung "Welpenkost".
  • Die Züchter stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat für Ihre Fragen zur Verfügung.
  • Hunde(rassen) vermehren bedeutet
  • Elterntiere können gesund sein und dem Rassestandard ähneln.
  • Elterntiere haben gelegentlich Zahnfehler oder kein korrektes Gebiss.
  • Elterntiere sind vielleicht geimpft und entwurmt, jedoch nicht immer gechipt.
  • Meist fehlen die Ahnentafeln.
  • Lassen Sie sich nicht nur den Impfpass der Welpen geben. Fragen Sie nach Unterlagen über Untersuchungen der Eltern vor der Verpaarung.
  • Elterntiere sind nur auf den ersten Blick gesund, es gibt i.d.R. keine Garantie und / oder Zuchthygiene.
  • DNA Profile der Eltern fehlen.
  • Den Elterntieren fehlt die Zuchttauglichkeitbescheinigung eines jeweiligen Rasseverbandes,
  • Diese Hundehalter haben keine für sie "unnötigen" Kosten.
  • Sie sparen sich diesen Aufwand und züchten somit zum Teil "wild" darauf los.
  • Keine Überwachung der Aufzucht durch Zuchtwarte (nur Vermehrer scheuen solche Kosten)
  • Rüden könnten "Einhoder" sein.
  • Wieviele Würfe eine Hündin im Laufe ihres Lebens bekommt, kann ohne einen Zuchtverband nicht kontrolliert werden.
  • Manche Hündinnen werden über viele Jahre von unseriösen Vermehrern nur als Gebärmaschine für die "ach so süßen Welpen" eingesetzt.
  • Es gibt kein Mindest- und Höchstalter.
  • Ein Welpe ohne Ahnentafel kann durchaus gesund sein, doch die Herkunft ist immer unklar.
  • Lassen Sie sich daher speziell bei den Kleinrassen sich immer die Mutter zeigen.
  • Oft wird mit Hunden gezüchtet unter zwei Kilo! Das sind Qualzuchten für eine Hündin.
  • Sie können niemals sicher sein, daß diese Welpen auch die Eltern haben, die man Ihnen zeigt !
  • Wenn Sie bei Vermehrern Ihren Welpen abholen, sind sie meist auf sich alleine gestellt.
  • Oft müssen sie dann in Hunde-Foren nachfragen oder mehr als nötig zum Tierarzt.
  • Dies gilt besonders bei möglichen Erkrankungen die bei Mischlingen und den vermeindlichen Rassehunden auftreten können.
  • Wenn Sie Glück haben, erhalten Sie einen Impfpass (mit Chipnummer).

Sind Sie kritisch bei Ihrer Entscheidung "Welpenkauf".

Auch in der Dissidenz gibt es ein Zuchtbuch und eine Zuchtordnung. Es gibt Rassehunde, die noch nicht von der F.C.I. anerkannt sind. Sie werden dort schon seit vielen Jahren gezüchtet und können auf eine gefestigte Blutlinie und viele Generationen zurückblicken.

Diese Züchter in der Dissidenz haben die Welpen ordentlich registriert und diese kleinen Geschöpfe erhalten eine Ahnentafel. Ich bitte eines zu bedenken: Grundsätzlich würde ich persönlich mir - beispielsweise  keinen Yorkshireterrier oder Dackel in der Dissidenz kaufen. Da empfehle ich grundsätzlich den Kontakt zu einem VDH-Züchter. Das sind beides anerkannte F.C.I. Hunderassen...

Vor Jahrzehnten begann man in der Dissidenz beispielsweise die Altdeutschen (Langhaar) Schäferhunde oder Amerikanisch-Canadische (weiße) Schäferhunde zu züchten. Sie entsprachen nicht dem VDH-Rassestandard des "Deutschen Schäferhundes" (schwarz mit braunen Abzeichen & Stockhaar). Diese beiden beliebten "Varianten" des Schäferhundes haben sehr schnell ihre Liebhaber gefunden und können gefestigte Blutlinien aufweisen. 

An dieser Stelle möchte ich allen potentiellen Welpenkäufern eine Broschüre vom VDH empfehlen: "12 goldene Regeln für den richtigen Umgang mit dem Hund". Diese Themen verstehen sogar Ihre Kinder. Unter nachfolgendem Link kann man sich diese Broschüre als PDF-Datei auf der Verbandsseite herunterladen:

(Bitte kopieren und in Ihren Browser einfügen)

http://www.vdh.de/tl_files/media/pdf/dl/12_regeln.pdf


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